Homöopathie

19. Oktober 2018 Aus Von Bettina Ruehr

WAS KANN KLASSISCH HOMÖOPATHISCH BEHANDELT WERDEN?

Sowohl akute als auch chronische Erkrankungen können homöopathisch behandelt werden.
Die individuelle Ausprägung der Symptome des Patienten und seine Selbstwahrnehmung entscheiden über eine passende Arzneimittelwahl.
Die ausschließliche Anwendung der Klassischen Homöopathie ist dann möglich, wenn es die Krankheit zulässt und im Rahmen der Sorgfaltspflicht nicht andere Behandlungen notwendig sind (z.B. akute Blinddarmentzündung.
Sie ist auch begleitend zur konventionellen Medizin anwendbar, sei es, um den schon verbesserten Zustand des Kranken noch weiter zu fördern, Nebenwirkungen anderer Therapien zu reduzieren, eine Dauermedikation zu vermeiden oder einen ursächlichen Heilungsprozess in Gang zu bringen, der andere Maßnahmen überflüssig macht.

WIE GEHE ICH BEI EINER KLASSISCH HOMÖOPATHISCHEN BEHANDLUNG VOR?
In einer Erstanamnese, für die in der Regel 1,5 bis 2 Stunden veranschlagt werden, verschaffe ich mir einen umfassenden Überblick aller mit der Krankheit verbundenen Vorgänge im Leben eines Patienten. Dazu benötige ich eine möglichst genaue Beschreibung der Symptome, alle medizinische Vorbefunde, Impfungen, sowie Operationen, Erkrankungen der Eltern, bzw. Geschwister, seelischen Zustände, Schwierigkeiten, Ängsten und Freuden des Alltages.

Die Schweigepflicht, die für Ärzte und Heilpraktiker gleichermaßen gilt, garantiert dem Patienten absolute Diskretion Dritten gegenüber.

Nach eingehender Auswertung und Analyse wird ein homöopathisches Arzneimittel gewählt, welches zu den herausragenden Symptomen und Eigenheiten des Patienten passt. Die Dosierung der gewählten Arznei wird der Art der Erkrankung und dem Befinden des Patienten individuell angepasst. Die Behandlung erfolgt jeweils nur mit einem einzigen Arzneimittel. In ihrem Verlauf können allerdings nacheinander unterschiedliche Arzneien notwendig werden. Die Dauer der Behandlung orientiert sich an der Tiefe und Komplexität der Krankheit und kann die mehrmalige Einnahme eines oder mehrerer homöopathischen Mittel erfordern.
Folgegespräche dienen dazu, den Heilungsverlauf zu beurteilen. So können Änderungen bezüglich Dosierung und Arzneimittelwahl rechtzeitig bestimmt und ein optimaler Behandlungsverlauf ermöglicht werden.
Der Erfolg einer Behandlung erfordert immer auch die Bereitschaft des Patientens sich und seine Krankheit zu beobachten und die Veränderungen der Symptome, der Lebensfragen, Änderungen der Lebensumstände dem behandelnden Homöopathen aktiv mitzuteilen.

Die Homöopathie kann Türen öffnen, hindurch geht der Mensch selbst.
Sich auf einen neuen Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden einzulassen, erfordert manchmal ein bisschen Mut. Sind Sie bereit?
Ich freue mich darauf, sie auf diesem Weg zu begleiten.

WAS IST HOMÖOPATHIE?
Die klassische Homöopathie ist eine eigenständige und ganzheitliche Heilmethode. Sie betrachtet Krankheit nicht als isoliertes Geschehen,
sondern sieht den Menschen in seiner Ganzheit – als Körper, Geist und Seele – an.
Vor über 200 Jahren hat der Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann (1755 – 1843) die Homöopahtie begründet.
Viele Menschen haben an sich selbst im Alltag schon die Beobachtung gemacht, dass bestimmte Lebensmittel Beschwerden hervorrufen können.
Der Kaffee erzeugt z.B. Herzklopfen und Schlaflosigkeit, die Zwiebel ruft beim Schneiden Tränenfluss und eine laufende Nase hervor.

Hahnemann stellte dieses Phänomen durch einen Selbstversuch mit Chinarinde fest.
Die Einnahme von Chinarinde von einem gesunden Menschen ruft die gleichen Symptome einer Malariaerkrankung hervor.
Ein Maleriaerkrankter wurde zur damaligen Zeit mit Chinarinde behandelt.
Hieraus entwickelte Hahnemann die Homöopathie.
Samuel Hahnemann brachte seine Erkenntnis auf die prägnante Formel und Leitspruch für seine Methode:

“Similia similibus curentur – Ähnliches soll mit Ähnlichem behandelt werden.”

Dieses Ähnlichkeitsgesetz besagt, dass eine Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Symptome beim Kranken heilt.
Zur Heilung eines Kranken muss also das Mittel gefunden werden, das beim Gesunden ähnliche Beschwerden hervorruft.
Durch eine ausführliche ein- bis zweistündige Fallaufnahme (Anamnese) wird ein exaktes Bild des Kranken und der Krankheit in allen Facetten seine körperlich-seelisch-geistigen Seins erstellt. Nach eingehender Analyse wird ein homöopahtisches Mittel ermittelt, welches zu den herausragenden Symptomen und Eigenheiten des Patienten passt. Eine homöopahtische Verschreibung nimmt also immer Bezug auf die individuelle Symptomatik des Patienten.

Hahnemann entwickelte für seine Arzneimittel eine neue Form der Herstellung: die Potenzierung.
Bei der Potenzierung wird das Ausgangsmaterial über mehrere Stufen gleichzeitig verdünnt und verschüttelt. Hierbei wird Schritt für Schritt die stoffliche Substanz in heilbare Information verwandelt.

Durch die Potenzierung werden auch ursprünglich giftige Substanzen wie Tollkirsche, Arsen, Quecksilber, Schlangengifte usw. zu Heilmitteln für die homöopathische Therapie. Solche Substanzen können nun aufgrund der Potenzierung keine Vergiftungen mehr bewirken.
Durch das homöopathisch richtig gewählte Einzelmittel wird eine Unterdrückung der Krankheit vermieden, eine Verbesserung der Symptomatik und eine dauerhafte ganzheitliche Stabilisierung des Patienten erreicht.